Dr. med. Alfons Pfister - Facharzt für Orthopädie  
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Orthokin Therapie zurück zur Patienten-Infodot
 

Die Behandlung von Gelenkerkrankungen mit Orthokin:

Die Orthokin -Therapie dient dem Knorpelschutz und der Entzündungshemmung im schmerzhaften Gelenk.

Dabei wird ein im Körper natürlich vorkommender Immunstoff Interleukin-1 Rezeptor Antagonist (IL-1Ra) verwendet. IL-1Ra ist natürlicher Gegenspieler des in der Gelenkinnenhaut produzierten Immunstoffs Interleukin-1 (IL-1), der sowohl Entzündungen fördert als auch Knorpelzerstörung hervorruft.

IL-1Ra hat von allen bekannten Knorpelschutzstoffen die stärkste Wirkung, ohne dass spezifische Nebenwirkungen bekannt sind. Diese Therapie wirkt direkt schützend auf die Knorpelzellen.

Im ersten Schritt wird bei der praktischen Durchführung mit einer Spezialspritze aus der Armvene Blut entnommen. Das Innere der Spritze ist so gestaltet, dass die Immunzellen zur Produktion des körpereigenen Knorpelschutzstoffes Orthokin angeregt werden. Im pharmazeutischen Labor wird das Serum dann speziell aufbereitet.

Die Lösung wird dann portionsweise in das erkrankte Gelenk und das entzündete Gewebe injiziert. Unter bestimmten Umständen kann es notwendig sein, die Produktion von IL-1 in der Gelekinnenhaut zusätzlich durch kombinierte Injektion eines niedrig dosierten Cortisonpräparates einzudämmen.

Mit dieser Therapie wird unter Ausnutzung biologischer Mechanismen natürlich in das Schmerzgeschehen und in die Knorpelzerstörung eingegriffen. Basis dieser wissenschaftlich belegten Therapie sind sorgfältige Beobachtungen an tausenden von Patienten und die Analyse der wissenschaftlichen Literatur. In Kooperation mit
anderen Forschergruppen und anhand umfangreicher Laboruntersuchungen wurde dieses sichere und nebenwirkungsarme Therapieprinzip entwickelt und eingeführt.