Die extrakorporale Stoßwellentherapie
von Nieren- und Harnleitersteinen hilft einen operativen Eingriff
zu umgehen. Seit 1992 wird die Methode auch in der Orthopädie
angewandt: Vor allem bei der Behandlung von verzögerter
Knochenbruchheilung. Der Anwendungsbereich wurde allerdings
erweitert. Heute bestehen folgende Indikationen auf dem orthopädischem
Fachgebiet:
- Tendinosis calcarea
der Schulter (Kalkschulter)
- Epicondylopathia humeri radialis (Tennis-
oder Golferellenbogen)
- Plantare kalkaneare Tendoperiostose
(Fersensporn)
- Pseudarthrose (verzögerte
Knochenbruchheilung)
- Ansatztendinosen (Kalkeinlagerungen
an Sehen)
Die Behandlungsdauer beträgt ca.
20 - 30 Minuten. Ruhe oder Schonungszeit ist danach nicht
erforderlich. Je nach Höhe der Energiestoßwelle
können geringere oder stärkere Schmerzen auftreten.
Dann aber erfolgt die Behandlung unter lokaler Betäubung.
Meist genügen zwei bis drei Behandlungssitzungen.
Die Erfolgsquote liegt je nach Diagnose zwischen 60 - 80 %.
Das belegen große Studien an Patienten, die vorher erfolglos
konservativ behandelt wurden.
Die Methode hat kaum Nebenwirkungen. Bei wirbelsäulennahmen
Bereichen, nahe der Lunge, an peripheren Nerven oder im Bereich
großer Nerven - und Gefäßbündel sollte
ESWT allerdings nicht angewandt werden.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten
jedoch nicht, da es sich hier um eine sogenannte IGEL Leistung
(individuelle Gesundheitsleistung) handelt. Privatkassen erstatten
die Kosten in der Regel (Antrag!).
Zusammengefaßt handelt es sich also um eine Methode,
die nicht invasiv ( d. h. nicht operativ) ist und keine wesentlichen
Nebenwirkungen hat. In den meisten Fällen ist keine lokale
Betäubung notwendig. Die Behandlungszeit ist sehr kurz
und es kann eine schnelle Schmerzlinderung erwartet werden.
EWST ist also ideal zur konservativen Behandlung knochennaher
Weichteilschmerzen.