Dr. med. Alfons Pfister - Facharzt für Orthopädie  
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medizinische Patienteninfos

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zurück zur Patienten-Infodot
 

Die extrakorporale Stoßwellentherapie von Nieren- und Harnleitersteinen hilft einen operativen Eingriff zu umgehen. Seit 1992 wird die Methode auch in der Orthopädie angewandt: Vor allem bei der Behandlung von verzögerter Knochenbruchheilung. Der Anwendungsbereich wurde allerdings erweitert. Heute bestehen folgende Indikationen auf dem orthopädischem Fachgebiet:

  • Tendinosis calcarea der Schulter (Kalkschulter)

  • Epicondylopathia humeri radialis (Tennis- oder Golferellenbogen)

  • Plantare kalkaneare Tendoperiostose (Fersensporn)

  • Pseudarthrose (verzögerte Knochenbruchheilung)

  • Ansatztendinosen (Kalkeinlagerungen an Sehen)

Die Behandlungsdauer beträgt ca. 20 - 30 Minuten. Ruhe oder Schonungszeit ist danach nicht erforderlich. Je nach Höhe der Energiestoßwelle können geringere oder stärkere Schmerzen auftreten. Dann aber erfolgt die Behandlung unter lokaler Betäubung. Meist genügen zwei bis drei Behandlungssitzungen.

Die Erfolgsquote liegt je nach Diagnose zwischen 60 - 80 %. Das belegen große Studien an Patienten, die vorher erfolglos konservativ behandelt wurden.
Die Methode hat kaum Nebenwirkungen. Bei wirbelsäulennahmen Bereichen, nahe der Lunge, an peripheren Nerven oder im Bereich großer Nerven - und Gefäßbündel sollte ESWT allerdings nicht angewandt werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten jedoch nicht, da es sich hier um eine sogenannte IGEL Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) handelt. Privatkassen erstatten die Kosten in der Regel (Antrag!).

Zusammengefaßt handelt es sich also um eine Methode, die nicht invasiv ( d. h. nicht operativ) ist und keine wesentlichen Nebenwirkungen hat. In den meisten Fällen ist keine lokale Betäubung notwendig. Die Behandlungszeit ist sehr kurz und es kann eine schnelle Schmerzlinderung erwartet werden. EWST ist also ideal zur konservativen Behandlung knochennaher Weichteilschmerzen.